Kathleen Günther & Elzbieta Hammernik -Kindertagespflege Mäusebande- Hildburghauser Str. 29.B, 12279 Berlin
Konzeption Kindertagespflege „Mäusebande“
Ich bin Ich Ich bin Ich, schau mich mal an. Ich kann dir sagen, was ich kann. Ich bin ich, ich hab mich gern. Das sag ich laut. Kannst du es hör´n? Ich bin ich, kann hüpfen, lachen und viele Sachen machen. Ich bin ich, mal froh und heiter. Dann auch mal traurig Und so weiter. Ich bin ich, so macht es Sinn. Denn ich bin richtig, so wie ich bin! Verfasser unbekannt
1. Vorwort
2. Vorstellung
3. Rahmenbedingungen
4. Gesetzlich Grundlagen
5. Unser Bild vom Kind
6. Pädagogische Arbeit
7. Die Eingewöhnung
8. Vorschularbeit
9. Zusammenarbeit mit den Eltern
10. Berliner Bildungsprogramm
11. Krankheiten
12. Unser Tagesablauf
13. Sauberkeitserziehung
14. Qualitätssicherung
15. Kinderschutz
16. Schlusswort
17. Quellennachweis
1. Vorwort.
Liebe Eltern, bei unserer Arbeit mit Ihren Kindern ist es uns am wichtigsten einen Ort zu schaffen an dem sich die Kinder wohl und geborgen fühlen. Die Grundlage für eine vertrauensvolle und enge Bindung ist hierbei eine offene und respektvolle Beziehung zu Ihnen als Eltern. In der Eingewöhnungsphase, die der Vertrauensbildung und dem Kennenlernen dient, schaffen wir den Grundstein für eine gute Zusammenarbeit. Sie als Familie bringen dabei Ihre Wünsche für eine optimale Förderung und Betreuung mit ein, denn jedes Kind hat individuelle Bedürfnisse sowie eine eigene Persönlichkeit und unterschiedliche Interessen. Durch aufmerksame Beobachtung und die Zusammenarbeit mit Ihnen als Eltern, können wir Ihrem Kind unter Berücksichtigung des individuellen Entwicklungsstandes die passenden Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Wir freuen uns ihre Kinder in dieser aufregenden Zeit zu begleiten.
2.Vorstellung
Wir möchten uns kurz vorstellen. Mein Name ist Kathleen Günther ich bin 1986 geboren, bin seit 2012 verheiratet und habe einen Sohn der 2008 geboren ist. In Berlin bin ich seit 2007 und seit 2011 Tagesmutter in Berlin-Marienfelde. Zuerst habe ich mit einer Kollegin eine Verbundtagespflege geführt, bis ich 2015 meine eigenen Kindertagespflege eröffnet habe. Viele Jahre habe ich sehr eng mit einer Kollegin zusammengearbeitet, dies hat sich schon ein bisschen wie Verbundarbeit angefühlt, nun habe ich mich entschieden (Sommer 2025) wirklich wieder im Verbund zu arbeiten und freue mich auf meine neue Kollegin, Elzbieta und auf Sie als Eltern und natürlich auf Ihre Kinder. Gelernt habe ich den Beruf der Köchin habe mich aber schon immer eher für soziale Arbeit interessiert. Als mein Sohn dann geboren wurde konnte ich nicht mehr in meinen Beruf zurück da auch mein Mann von Beruf Koch ist. Ich habe meinen Sohn dann bei einer Tagesmutter betreuen lassen, die in mir den Wunsch geweckt hat auch diesen Weg einzuschlagen. Daher viel mir der Entschluss Tagesmutter zu werden sehr leicht und nun freue ich mich Ihre Kinder betreuen zu dürfen.
Mein Name ist Elzbieta Hammernik ich bin 1970 in Polen geboren. Seit 2005 bin ich in Berlin und habe 2 erwachsene Kinder sowie zwei Enkelkinder. Ich habe als Babysitterin gearbeitet, dies viel mir nicht schwer und hat sehr viel Spaß gemacht. 2019 arbeitete ich in einer Kita als Assistenzkraft und habe mich dann 2020 dazu entschlossen die Grundausbildung zur Tagesmutter zu machen um dann in einer Kindertagespflege als Schwangerschaftsvertretung zu arbeiten, als diese zu Ende ging wollte ich zwingend weiter in diesem Beruf arbeiten und bin als Verbundpartner in die Kindertagespflege eingestiegen. Nun hat sich meine Kollegin in die Rente verabschiedet und jetzt freu ich mich auf weitere Jahre mit Kathleen, der Mäusebande und Ihnen als Eltern.
Qualifikationen Kathleen & Elzbieta: Grund und Aufbauzertifikat zur Tagespflegeperson des Bezirksamtes Tempelhof- Schöneberg Regelmäßige Teilnahme an Weiterbildungen, sowie alle 2 Jahre ein Erste Hilfe-Kurs für Kleinkinder und Säuglinge
3.Rahmenbedingungen
Die Kindertagespflege befindet sich in einer 96m2 großen Wohnung in einem Ärztehaus in der Hildburghauser Str. 29B im Bezirk Marienfelde. In unmittelbarer Umgebung sind viele Spielplätze, einer direkt vor unserem Haus. Sie erreichen uns mit den Bussen M11, X11, M77, 112, M82 Bushaltestelle Weskammstraße.
Die Gruppenräume: es gibt 2 Gruppenräume, beide werden zum spielen benutzt, der eine Raum dient uns mit Tischen und Stühlen ausgestattet, zum Essen aber auch zum Malen, basteln, puzzeln, sowie zum Lego spielen, bauen und auch eine gemütliche Leseecke lädt zum verweilen ein
Der 2. Raum steht mit Puppen, Verkleidungskiste und Kinderküche für Rollenspiele zur Verfügung,
der Schlafraum: die Kinder schlafen auf Matratzen auf dem Boden, jedes Kind hat seinen eigenen Schlafplatz und sein eigenes von uns zur Verfügung gestelltes Bettzeug. (für die ganz Kleinen stehen Reisebetten zur Verfügung). Die Kinder dürfen sich gerne die Sachen die sie zum Schlafen benötigen mitbringen. Wie z.B. Nuckel oder Kuscheltier
die Küche: in der Küche bereiten wir jeden Tag frisch das Essen zu
das Bad: wir haben ein Kinderbad, ausgestattet mit Kindertoilette und Kleinem Waschbecken, Zahnputzbecher und Zahnbürsten sowie für jedes Kind ein eigenes Handtuch zudem gibt es ein Bad nur für die Erwachsenen ebenfalls ausgestattet mit Toilette, Waschbecken und einer Badewanne
Flur: im Flur befindet sich die Garderobe, sowie Schränke für Wechselsachen der Kinder.
Öffnungszeiten: Montag- Freitag 8:00 Uhr-15:00 Uhr (individuelle Absprachen möglich) Urlaubszeiten werden rechtzeitig (Oktober/November) für das Folgejahr bekanntgegeben.
Anzahl der Plätze: 10 Aufnahmealter: ab 2 Monaten Voraussetzung: gültiger Kitagutschein
Erreichbarkeit: Kathleen: 0157 50886171
Handy Mäusebande: 0177 4850565
Elzbieta: 01520 8788049
Mail Kathleen: [email protected]
Mail Elzbieta: [email protected]
Einen Eindruck können Sie sich auch auf unserer Homepage verschaffen: kindertagespflege-mauesebande-marienfelde.de
4.Gesetzliche Grundlagen
Als gesetzliche Grundlagen unserer Arbeit dienen folgende Paragraphen: §8a SGB VII- Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung §22 SGB VII- Grundsätze der Förderung §23 SGB VII- Förderung in Kindertagespflege §24 SGB VII- Anspruch auf Förderung in Tageseinrichtungen und Kindertagespflege §43 SGB VII- Erlaubnis zur Kindertagespflege
5. Unser Bild vom Kind
Kinder sind eigene Persönlichkeiten mit individuellen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Entwicklungspotenzialen. Sie sind von Geburt an aktive, kompetente und neugierige Mitgestalter ihrer Umwelt. Kinder haben eine natürliche Motivation zu lernen und sich mit ihrer Umgebung auseinander zu setzen. Ein Kind lernt nicht durch Belehrung, sondern durch erforschen und ausprobieren. Wir erkennen das Recht eines jeden Kindes an auf Beteiligung, Bildung, Schutz und Förderung. Dabei dürfen die Kinder bei uns ihre Meinung frei äußern und mitbestimmen im Rahmen des Möglichen. Wir begleiten die Kinder respektvoll und wertschätzend und möchten so das vertrauen der Kinder erobern um ihre Potenziale und Einzigartigkeit zu fördern.
6.Pädagogische Arbeit
Unsere Arbeit orientiert sich am Kind und seinen Bedürfnissen. Wir arbeiten nach dem Berliner Bildungsprogramm, dem Situationsansatz aber auch Einflüsse von Maria Montessorie finden sich in unserer täglichen Arbeit mit dem Kind wieder. Das wichtigste Ziel unserer Arbeit ist es, dass sich die Kinder bei uns sicher und geborgen fühlen und gern kommen. Die Unterstützung bei der Entwicklung der Persönlichkeit, der Fähigkeiten, sowie die Interessen des Kindes sind für uns in unserer Arbeit von großer Bedeutung. Dabei ist uns folgendes besonders wichtig: die Kinder bestmöglich für die Kita und Schule vorzubereiten. Die Selbstständigkeit zu fördern. Soziales Miteinander lernen und Kontakt zu gleichaltrigen Kindern aufnehmen. Dabei arbeiten wir zusammen mit dem Kind und orientieren uns auch an ihm, wir greifen seine Neigungen, Interessen und Bedürfnisse auf um ihm die bestmögliche Förderung und Unterstützung zukommen zu lassen, damit sich das Kind in seiner Persönlichkeit entfalten kann. Bei jedem Kind beachten wir dabei sein eigenes Entwicklungstempo. Regeln und Grenzen geben dabei in unserem Alltag Geborgenheit und Sicherheit. Die Kinder in den Gruppenalltag und das soziale Miteinander zu integrieren macht ein Großteil unserer Arbeit aus, die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes sollen dabei bewahrt werden ohne die Gruppe aus dem Blick zu verlieren. Somit müssen Grenzen jedes einzelnen gewahrt werden, was gewisse Regeln unerlässlich macht. In der Montessorie-Pädagogik geschieht der Prozess des Lernens im Kind. Gemäß dem Leitwort Montessoris: „Hilf mir, es selbst zu tun.“ Hier wird das Kind zwar zum Lernen hingeführt, dort nimmt sich aber der Erwachsene zurück und begleitet nur als Beobachter den kindlichen Entwicklungsprozess. Das Kind bekommt die Möglichkeit seine Unabhängigkeit zu erproben und auszubilden. Zum Beispiel durch verschiedene Montessorie Materialien (Sortierspiele, Ordnungsübungen) oder im Alltag z.B. das anziehen üben, selbst das Getränk eingießen, den kleineren Helfen. Der Situationsansatz beinhaltet die lebendige Auseinandersetzung des Kindes mit aktuellen Ereignissen, Situationen, Erlebnissen in der Einrichtung, dem Wohnumfeld oder der Familie. Es werden Themen aufgegriffen von denen die Kinder erzählen, z.B. wenn in der Familie ein Geschwisterkind geboren wurde, wenn es gerade ganz tolles neues Spielzeug gab, ein großer Ausflug stattgefunden hat, wenn die Kinder draußen etwas entdeckt oder gesehen haben, greifen wir diese Themen auf, schauen eventuell dazu Bücher an und machen ggf. auch ein Projekt daraus abhängig davon wie lang das Interesse besteht. Wichtig ist uns dabei, dass die Kinder mitbestimmen ob sie gewisse Themen vertiefen möchten oder nicht.
7.Ziele der Pädagogischen Arbeit
Für uns ist Bildung ein lebenslanger Prozess, der schon von Geburt beginnt. Voraussetzung für die Bildung ist vor allem, dass sich die Kinder bei uns in der Tagespflege wohlfühlen. Dies ist uns ein besonderes Anliegen. Ein partnerschaftlicher Umgang zwischen Ihnen und uns, sowie Ihren Kindern ist ein wichtiger Beitrag dazu. Wir knüpfen an den Wünschen, Bedürfnissen und Interessen der Kinder an. Um sie zu erkennen, ist eine genaue Dokumentation und Beobachtung im Alltag notwendig. Deshalb legen wir viel Wert auf gezielte Beobachtungen und deren Auswertung. Je älter die Kinder werden, umso mehr sollen sie lernen, ihre Bedürfnisse zu erkennen und auszudrücken. Wir ermuntern sie diesbezüglich eigene Lösungswege zu suchen und auch umzusetzen. Dadurch unterstützen wir sie darin, jetzt und später in verschiedenen Situationen ihres Lebens selbstständig und verantwortungsbewusst zu handeln. Wir lassen den Kindern viel Zeit für selbstständige Aktivitäten und ermuntern sie dazu, selber aktiv zu werden, stellen ihnen aber auch selbstverständlich Hilfsmittel und Material zur Verfügung und vertiefen durch Gespräche ihre Themen. Anregungsreiche Räume und vielfältige interessante Materialien sollen die Kinder zum Ausprobieren und Experimentieren animieren. Wie zum Beispiel Bauklötze, Musikinstrumente, Becherlupe, Material zum Malen, basteln etc. Draußen im Sand spielen mit steinen und Stöckern Formen und Eimern die Welt erkunden.
8.Eingewöhnung
Wir gewöhnen die Kinder nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell ein. Eine Bezugsperson (meistens ein Elternteil) begleitet das Kind in den ersten Tagen in die Einrichtung. Wir lernen sie und das Kind kennen und schätzen ein ob nach dem 3. Tag die erste Trennung stattfinden kann. Dies erfolgt natürlich individuell. Wenn die erste Trennung stattgefunden hat, wird der Betreuungsumfang von Tag zu Tag erhöht. Bis ihr Kind den vollen Tag betreut wird. Für die Eingewöhnung sollten Sie ca. 4 Wochen einplanen. Auch nach dieser Zeit kann es aber noch zu Rückschritten kommen, Kinder brauchen ihre Zeit bis sie angekommen sind, deswegen ist eine Eingewöhnung immer individuell und wir werden Sie und Ihr Kind bestmöglich in dieser Aufregenden Zeit begleiten
9.Vorschularbeit
Um ihre Kinder bestmöglich auf die Schule vorzubereiten ist es uns wichtig grundlegende Fähigkeiten zu stärken. -Soziale Kompetenzen z.B.: Konfliktfähigkeit, Kooperationsbereitschaft, Empathie -Emotionale Kompetenzen z.B.: Selbstvertrauen, Frustrationstoleranz -Kognitive Fähigkeiten z.B.: Merkfähigkeit, logisches Denken, Konzentration -Sprachliche Fähigkeiten z.B.: Wortschatz, Satzbau, aktives Zuhören -Motorische Fähigkeiten z.B.: Fein- und Grobmotorik Das erlernen dieser Fähigkeiten ist natürlich in unserem täglichen Alltag integriert z.B.: durch Rollenspiele, Gespräche, Geschichten erzählen, Zählen im Alltag, kleine Experimente, basteln, malen, draußen und drinnen bewegen etc. Zudem wird es im letzten Jahr vor der Schule nochmal gezielt die so genannte „Vorschule geben“ Dort werden wir vorrangig üben sich bis zu 45 min zu konzentrieren, die ersten gezielten Schwungübungen machen, Schleife binden üben, den Namen schreiben lernen etc. Die Vorschularbeit wird jeweils eine von uns machen während sich die andere um die Nichtvorschulkinder in dieser Zeit kümmert, auch werden wir uns in dieser Zeit räumlich trennen damit die Vorschulkinder in Ruhe ihre Übung machen können. Unser Ziel ist es Ihre Kinder bestmöglich auf die Schule vorzubereiten, sollten Sie hierzu Wünsche haben sprechen Sie uns gerne an. Unser Ziel ist es mit einer Grundschule in unserer Umgebung eine Kooperation einzugehen, damit wir Ihren Kindern ermöglichen können vor Ihrer eigenen Einschulung eine Schule kennenzulernen. (Im Moment, Stand August 25, besteht so eine Kooperation noch nicht.)
10. Zusammenarbeit mit den Eltern
Wir wünschen uns eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ihnen als Eltern, denn Sie vertrauen uns Ihr Kind an. Wir werden die Entwicklungsschritte Ihres Kindes beobachten und im Sprachlerntagebuch dokumentieren. Dabei ist unsere Zusammenarbeit, in der wir wünschenswerterweise auch eine Erziehungspartnerschaft eingehen, für Ihr Kind sehr wichtig. Wir möchten mit Ihnen zusammen eine bestmögliche Betreuung und auch Förderung für Ihr Kind. Dazu sollten Sie unser Konzept auch unterstützen. Dazu benötigen wir Ihre Hilfe, es sollte ein regelmäßiger Informationsaustausch stattfinden, auch bei Sorgen und Problemen sollten Sie sich nicht scheuen diese anzusprechen. Sei es im Tür- und Angelgespräch, einem Telefonat, per Mail oder einem persönlichen Gespräch.
11.Berliner Bildungsprogramm
Was ein Kind in seinen ersten Lebensjahren lernt, ist von großer Bedeutung. Unsere Aufgabe dabei ist es die Eltern bei der Betreuung, Erziehung und Bildung der Kinder zu unterstützen. Denn Kinder sollen in ihrer sozialen, körperlichen, emotionalen und geistigen Entwicklung von Anfang an gefördert werden. Das Berliner Bildungsprogramm unterteilt sich in sechs Bildungsbereiche, die für die Entwicklung der Kinder wichtig sind. Zu der Aufzählung der einzelnen Bildungsbereiche nennen wir kurze Beispiele aus unserem Alltag und wie diese umgesetzt werden.
1. Gesundheit: Ihr Kind kann durch unsere Aufenthalte im Freien die Bewegungsgeschicklichkeit schulen und ausbilden. Durch z.B. klettern auf dem Spielplatz, balancieren, rennen, laufen, hüpfen, Ball spielen und toben. Es erprobt seine Ausdauer, seine Körperwahrnehmung (Hunger, Durst, Müdigkeit usw.) und durch Entspannung und kuscheln nimmt ihr Kind auch in Ruhe seinen Körper war. Die Gesundheitsressourcen aller werden gestärkt, in dem wir z.B. gesunde Ernährung besprechen und leben, uns oft bewegen, die Körperhygiene (waschen, wickeln, etc. begleiten und besprechen. Zum Frühstück gibt es in der Regel verschiedene Brote, Obst und Gemüse, mittags gibt es immer unterschiedliche vegetarische Gerichte, und bei der Vesper darf es dann neben Obst und Gemüse auch mal eine kleine Leckerei sein.
2. Soziales und kulturelle Leben: Ihr Kind kann sich gemeinsam mit den anderen Kindern sozial entwickeln. Es lernt den Umgang mit größeren und kleineren, auch mit einer größeren und kleinen Anzahl an Kindern z.B. beim Treffen mit anderen Tagesmüttern z.B. auf dem Spielplatz. Wir stellen Regeln und Grenzen auf und lernen die Interessen und Wünsche von anderen wahrzunehmen z.B. durch Rollenspiele. Ihr Kind übt Freundschaften und Beziehungen zu anderen zu entwickeln. Freundschaften knüpft es unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe und kulturellen oder religiösem Hintergrund.
3.Kommunikation: Sprachen, Schriftkultur und Medien: Man kann nicht „nicht Kommunizieren“. Kommunikation findet sowohl verbal als auch nonverbal statt. Die Lebensrealität unserer Kinder ist durch unterschiedliche Muttersprachen, Zwei- und Mehrsprachigkeit geprägt. Wir bestärken die Eltern darin mit ihren Kindern in ihrer Muttersprache zu reden. Parallel dazu lernen die Kinder bei uns in der Kindertagespflege die deutsche Sprache. Wir geben ihren Kindern verschiedene und vielfältige Möglichkeiten zur Sprachentwicklung. z.B. durch einfache Dialoge, die geführt werden, singen, vorlesen, Bilderbücher betrachten oder auch das Gebrabbel auf dem Wickeltisch von den Kleinsten zu wiederholen. Die Dokumentation der Sprachentwicklung wird im Sprachlerntagebuch abgebildet.
4. Bildnerisches Gestalten, Musik, Theaterspiel: Wir stellen verschiedene Materialien zur Verfügung, wir malen und basteln benutzen Finger, Pinsel und auch Scheren. (Altersentsprechend). Die Kinder dürfen sich kreativ austoben und haben wenig Vorgaben. Wir unterstützen die Kinder nur bei bedarf, um sie in ihrer Fantasie nicht zu bremsen. Jedes Kunstwerk wird so gewürdigt, wie es ist. Wir stellen den Kindern verschiedene Musikinstrumente zur Verfügung mit denen sie sich ausprobieren können. Zu unserem Alltag gehören regelmäßig Mitmachlieder, zu denen wir singen und uns bewegen.
5. Mathematische Grunderfahrung: Jeden Tag sehen wir unterschiedliche Formen, Größen, Gewichte und Mengen. Es wird mit Lego gebaut, wir ordnen unser Spielzeug in verschiedene Kisten, wir sind an unterschiedlichen Tagen unterschiedlich viele Kinder, das eine Kind ist klein das andere größer. Beim Sandkuchen backen benötigen wir unterschiedliche Formen, die eine unterschiedliche Füllmenge benötigen. Wir üben das Zählen mit unseren Fingern und Abzählreimen.
6. Naturwissenschaftliche und technische Grunderfahrungen: Mit großer Neugier und all Ihren Sinnen erkunden Kinder die Natur und ihre Umwelt. Die Kleinsten stecken dabei gerne alles in den Mund unter anderem auch mal Sand, wir erfahren, wie sich z.B. Wind, Wasser, Rasen und Sand auf der Haut anfühlt. Wann ist es draußen kalt und wann warm, wir beobachten die Jahreszeiten, beobachten z.B. Blumen beim Wachsen. Zudem gehört aber auch dazu was passiert, wenn ein Spielzeug kaputt ist kann man es reparieren oder benötigt es nur eine Batterie? Wie fährt ein Auto oder kann Papier schwimmen? Wir hinterfragen einfach dem Alter entsprechend die Welt.
12.Krankheiten Wann ist das Kind krank?
Es gibt natürlich Krankheiten im Rahmen des Infektionsschutzgesetz bei denen die Kinder die Einrichtung nicht besuchen dürfen z.B.: *Scharlach *Keuchhusten *Windpocken und andere (nachzulesen Flyer Infektionsschutzgesetz zu Ihrem Vertrag) Aber es gibt auch die harmlose Erkältung, die uns in der Kindertagespflege manchmal an den Rand des Möglichen bringt. Wenn ihr Kind obwohl es nur einen „Schnupfen“ hat nicht mehr schafft am Gruppenalltag teilzunehmen gehört es zu den Eltern nach Hause. Wir werden Ihnen dann unsere Beobachtungen mitteilen und mit Ihnen besprechen was für das Kind und die Gruppe am besten ist. Leider verteilt sich auch die harmloseste Erkältung bei uns in der Einrichtung rasend schnell da die Kinder auf Grund ihres Alters alles in den Mund stecken und teilen. Sollte ihr Kind Fieber bekommen, darf es erst wenn es 24 Stunden Fieberfrei ist die Einrichtung wieder besuchen. Bei Durchfall und Erbrechen müssen die Kinder 48 Stunden Symptomfrei sein. Bitte bedenken Sie auch das Ihr Kind noch klein ist und ein Tag in der Kindertagespflege einem Arbeitstag gleicht, diesen zu meistern ist eine andere Herausforderung als sich bei Mama oder Papa in gewohnter Umgebung in Ruhe auskurieren zu können. Medikamentengabe: Medikamente werden von uns nicht verabreicht, es sei denn, es besteht eine Notwendigkeit für das Kind. Dazu wird allerdings ein ärztliches Attest benötigt, welches bestätigt, dass die Einnahme erforderlich ist und in welchem Umfang.
13. Unser Tagesablauf
ab 8.00uhr-8.45Uhr: Bringzeit, alle Kinder werden in Empfang genommen und beim Ausziehen unterstützt
9.00Uhr-9.30Uhr: gemeinsames Frühstück, danach gemeinsame Hygiene (waschen, Windeln wechseln, Toilettengang) Wenn wir in der Einrichtung bleiben (z.B. wegen der Wetterverhältnisse)
10.00Uhr-10.30Uhr: kleine Lernaufgabe dem Alter angepasst (Puzzle, Steckspiele, Montessorie Material), Mal- und/oder Bastelangebot oder Vorlesezeit (wenn wir in der Einrichtung bleiben)
10.30Uhr-11.30Uhr: freies Spiel/ Vorschularbeit Oder 10.00Uhr-11.30Uhr: Spielplatz oder Parkbesuch
11.30Uhr-12.00Uhr: Musikzeit wir tanzen zu Bewegungs- und Kinderliedern/ Vorschularbeit
12.00Uhr -12.30Uhr: gemeinsames Mittagessen (überwiegend vegetarisch)
12.30Uhr 13.00Uhr: Hygiene, waschen, Zähne putzen (Altersabhängig)
13.00Uhr-14.00Uhr: Ruhezeit/ Mittagschlaf (je nach Alter und Bedürfnis)
14.15Uhr-15.00Uhr: Obst essen, freies Spiel, Abholzeit
14.Sauberkeitserziehung
Der Schritt vom Windelkind zum Kind, das selbstständig die Toilette benutzt, ist ein wichtiger Schritt für ein gesundes Selbstwertgefühl und die Autonomieentwicklung des Kindes. Deshalb ist es uns wichtig, keinen Druck auf das Kind auszuüben. Kinder bestimmen selbst den Zeitpunkt, wann sie trocken werden wollen. Wir unterstützen sie dabei in dem wir ihnen zeigen welche Möglichkeiten sie haben, wie z.B. die Nutzung eines Töpfchens, weil vielleicht die Toilette noch unheimlich ist. Wir begleiten die Kinder in diesem Prozess und beobachten ihre Signale und reagieren entsprechend. Selbstständige Körperpflege ist ein wichtiger Beitrag zum „Groß Werden“. Im Rahmen der Sauberkeits- und Gesundheitserziehung ist es für uns selbstverständlich, dass sich die Kinder, die Zähne putzen (wenn sie selbstständig laufen können), vor und nach den Mahlzeiten und nach dem Toilettengang die Hände waschen.
15. Qualitätssicherung
Um die Qualität zu sichern und die neusten Erkenntnisse in der Pädagogik nicht zu verpassen, nehmen wir ganzjährig an Fortbildung zu unterschiedlichen Themen teil, diese finden in der Regel außerhalb der Betreuungszeiten statt. Alle 5 Jahre besuchen wir eine Hygieneschulung sowie eine Fortbildung zum Thema Kinderschutz. Alle 2 Jahre absolvieren wir einen Erste-Hilfe-Kurs für Säuglinge und Kleinkinder. Alle 5 Jahre wird durch das Jugendamt Tempelhof- Schöneberg eine neue Pflegeerlaubnis erteilt bei dieser sowohl das Konzept sowie unsere pädagogische Arbeit und die Räumlichkeiten überprüft werden. Auch das dient natürlich zur Qualitätssicherung. Weiter sind wir mit allen Kindertagespflegepersonen des Ortsteils Marienfelde vernetzt, wir treffen uns regelmäßig und bilden eine Kiezgruppe, dies dient im besten Fall als eine Vertretungsmöglichkeit im Krankheitsfall unserseits.
16. Kinderschutz
Als Kindertagespflegepersonen sind wir gemäß § 8a Abs. 5 SGB VIII verpflichtet, eine Gefährdungseinschätzung vorzunehmen, wenn uns gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung eines von uns betreuten Kindes bekannt werden. Wir sind beauftragt, die Beratung einer insoweit erfahrenen Fachkraft zum Kinderschutz in Anspruch zu nehmen und beziehen die Erziehungsberechtigten und das Kind entwicklungsgerecht in die Gefährdungseinschätzung ein, sofern der Schutz des Kindes dadurch nicht in Frage gestellt wird. Mit dem Jugendamt haben wir im Rahmen unseres Tagespflegevertrages eine Vereinbarung getroffen und zugesagt, dass wir die Verpflichtung aus dem SGB VIII auf der Grundlage des berlineinheitlichen Verfahrens zum Kinderschutz umsetzen werden. Gleichzeitig gestalten wir die Rahmenbedingungen in unserer Kindertagespflegestelle so, dass das körperliche, emotionale und soziale Wohl der Kinder sichergestellt und jegliche Formen der Kindeswohlgefährdung ausgeschlossen werden können.
17.Schlusswort
Ich hoffe, Ihnen mit unserem Konzept einen guten Einblick in unsere tägliche Arbeit gegeben zu haben. Sollten Sie Fragen haben, scheuen Sie sich nicht diese zu stellen. Das Konzept stellt einen momentanen Entwicklungsstand unserer Tagespflege da und versteht sich als Leitfaden, eine Überarbeitung findet in regelmäßigen Abständen statt.
18. Quellennachweis
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft: Berliner Bildungsprogramm Eltern.de Steenberg, Ulrich: Montessori-Pädagogik im Kindergarten Verlag Herder Kindergesundheit-info.de Krenz,A: Der „Situationsorientierter Ansatz“ im Kindergarten. Verlag Herde
